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Die Sprache stets im Blick – Sprachreflexion als Teil der Handlungskompetenz

Prof. Dr. Anja Müller, Professorin für Spracherwerb und Sprachdidaktik des Deutschen, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Aufzeichnung des Vortrags vom 8. Juni 2022 am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Im Kontext eines sprachbewussten Unterrichts sind Lehrkräfte angehalten, die sprachlichen Anforderungen des Unterrichts so zu gestalten, dass eine Vermittlung der Fachinhalte nicht an „sprachlichen Barrieren“ scheitert. Gleichzeitig sollen bildungssprachliche Kompetenzen im Rahmen des Unterrichts vermittelt werden, so dass fachliches und sprachliches Lernen Hand in Hand gehen.

Mittlerweile gibt es verschiedene Konzeptionen, die Lehrkräfte bei der Planung und Gestaltung eines sprachbewussten Unterrichts unterstützen sollen. Die Herausforderungen an eine sprachbewusste Unterrichtsplanung sind dabei sehr groß: So sollen die sprachlichen Ansprüche des Unterrichtsmaterials berücksichtigt werden, ebenso wie die der Arbeitsaufträge, auch mit Blick auf die hierbei erwarteten sprachlichen Leistungen der Schüler*innen. Vor diesem Hintergrund sollen die sprachlichen Kompetenzen, über die die Schüler*innen bereits verfügen, in die Unterrichtsplanung einbezogen werden. Zudem soll die Lehrkraft ihr eigenes sprachliches Handeln bewusst gestalten und gezielt einsetzen.

Damit dieses Zusammenspiel gelingt, bedarf es einer fortlaufenden Sprachreflexion seitens der Lehrkraft, die es ihr ermöglicht, Sprache in ihren verschiedenen Funktionen im Unterricht zu berücksichtigen. Der Vortrag konzentriert sich daher auf die Fragen, auf welchen Ebenen des Unterrichts es Sprache zu reflektieren gilt und welcher Handlungskompetenzen es dazu bedarf.