Handlungsorientierungen von Eltern, Fach- und Lehrkräften
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Laufzeit

08/2015 – 08/2018

Projekt Handlungsorientierungen von Eltern, Fach- und Lehrkräften

Kinder zwischen Chancen und Barrieren: Wie Eltern, Kinder, Kita & Schule interagieren. Handlungsorientierungen, Überzeugungen und Handeln von Eltern, Fach- und Lehrkräften.

Die Studie untersucht aus einer erziehungs- und sozialwissenschaftlichen Perspektive die Handlungsorientierungen und Überzeugungen sowie Interaktionen von Eltern und Fach- und Lehrkräften in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Es werden Prozesse an der Schnittstelle von Bildungsinstitution und Familie fokussiert, in denen Bildungsungleichheiten hervorgebracht, gefestigt oder verringert werden.

Schulische (Miss-)Erfolge sowie der Zugang zu Kindertageseinrichtungen und der fristgerechte Übergang in die Grundschule sind entscheidend für gesellschaftliche Teilhabe und die Lebenschancen in Deutschland. Ein fristgerechter Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule beispielsweise basiert allerdings nicht nur auf den individuellen (Vorläufer-)Kompetenzen des einzelnen Kindes, sondern ist ungleich entlang gesellschaftlicher Differenzlinien wie der sozialen Herkunft und ethnischer Zugehörigkeit verteilt. Diese Differenzlinien und daraus hervorgehende Ungleichbehandlungen von Kindern unterschiedlicher gesellschaftlicher Positionen kommen beim Zugang zu und innerhalb von Bildungsinstitutionen zum Tragen.

Die Studie erschließt das Phänomen der Bildungsungleichheit aus einer erziehungs- und sozialwissenschaftlichen Perspektive, indem der Blick auf die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte sowie Mütter und Väter gerichtet wird. Deren Handlungsorientierungen und Überzeugungen, aber auch ihr (gemeinsames) Handeln in den Institutionen bildet den Gegenstand des Projekts. Im Fokus steht dabei zum einen die Frage, inwiefern soziale Faktoren wie Herkunft, Migrationshintergrund oder Geschlecht in den Orientierungen oder in der direkten Interaktion relevant werden. Zum anderen ist der Blick auf die Entschlüsselung der z.T. unsichtbaren Prozesse und Mechanismen in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen gerichtet, durch die soziale Ungleichheiten entstehen oder verfestigt werden.

Ausgewählte Publikationen

Betz, T. (2015). Das Ideal der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Kritische Fragen an eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und Familien. Eine Expertise im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Gütersloh: BertelsmannStiftung.

Betz, T., Bischoff, S., Eunicke, N., Kayser, L. B., & Zink, K.  (2017). Partner auf Augenhöhe? Forschungsbefunde zur Zusammenarbeit von Familien, Kitas und Schulen mit Blick auf Bildungschancen. Gütersloh: BertelsmannStiftung.

Bischoff, S., Betz, T. & Eunicke, N. (2016, i.E.). Ungleiche Perspektiven von Eltern auf frühe Bildung und Förderung in Familie und Kindertageseinrichtung. Eine empirische Analyse elterlicher Habitustypen. In P. Bauer & C. Wiezorek (Hrsg.), Familienbilder zwischen Kontinuität und Wandel - Analysen zur (sozial-)pädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Bezugnahme auf Familie. Weinheim: Beltz Juventa.