ReAL
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(bis 09/2014)

 

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Laufzeit

11/2008 -

Projekt ReAL

Neurobehavioral Development of Reading and Arithmetic Skills - A Longitudinal Study

Im Projekt ReAL wird die Lese- und Rechenentwicklung von Grundschulkindern mittels entwicklungspsychologischer und neurowissenschaftlicher Methoden (EEG, MRT) über die ersten vier Schuljahre längsschnittlich untersucht.

Realius

Im Projekt ReAL (Neurobehavioral Development of Reading and Arithmetic Skills - A Longitudinal Study) werden klassische Forschungsmethoden der Entwicklungspsychologie mit modernsten Verfahren aus den Neurowissenschaften kombiniert. Die Erhebungen waren längsschnittlich angelegt, um die Lernentwicklung derselben Kinder über die gesamte Grundschulzeit hinweg beobachten und analysieren zu können. Ein besonderes Merkmal von ReAL ist zudem, dass die Entwicklung des Lesens und Rechnens gemeinsam untersucht wurde.

Die Kinder nahmen jährlich an drei Untersuchungen teil: In einer Verhaltensuntersuchung wurde mittels Videoanalyse und Befragung erfasst, welche Strategien Kinder mit verschiedenen Leistungsvorrausetzungen bei der Bearbeitung von Lese- und Rechenaufgaben verschiedener Schwierigkeit verwenden. In einer zweiten Sitzung wurden die Kinder gebeten, entsprechende Aufgaben zu bearbeiten, während mittels Elektroenzephalographie (EEG) die elektrische Aktivität des Gehirns abgeleitet wurde. So kann das zeitliche Zusammenspiel neuronaler Systeme bei der Bearbeitung der Lese- und Rechenaufgaben untersucht werden. Ergänzend zu dieser Methode bearbeiteten die Kinder in der dritten Sitzung dieselben Aufgaben in einem Magnetresonanztomographen (MRT), wodurch die Quellen der neuronalen Aktivität räumlich sehr genau bestimmt werden können. Zusätzlich können Rückschlüsse auf den Zusammenhang zwischen individuellen Lese- und Rechenleistungen bzw. -strategien und dem Aufbau des Gehirns der Kinder ermöglicht werden.

Die Erhebungsphasen dieser Längsschnittstudie sind bereits abgeschlossen. Datenanalysen und Veröffentlichungen der Ergebnisse dauern zur Zeit noch an.

Ausgewählte Publikationen

Lindberg, S., Lonnemann, J., Linkersdörfer, J., Biermeyer, E., Mähler, C., Hasselhorn, M., & Lehmann, M. (2011).  Early strategies of elementary school children's single word reading. Journal of Neurolinguistics, 24(5), 556–570. doi:10.1016/j.jneuroling.2011.02.003

Linkersdörfer, J., Jurcoane, A., Lindberg, S., Kaiser, J., Hasselhorn, M., Fiebach, C. J., & Lonnemann, J. (2015). The association between gray matter volume and reading proficiency - A longitudinal study of beginning readers. Journal of Cognitive Neuroscience, 27, 308–318. doi:10.1162/jocn_a_00710

Linkersdörfer, J., Lonnemann, J., Lindberg, S., Hasselhorn, M., & Fiebach, C. J. (2012).  Grey matter alterations co-localize with functional abnormalities in developmental dyslexia: An ALE meta-analysis. PLoS ONE, 7(8), e43122. doi:10.1371/journal.pone.0043122

Lonnemann, J., Linkersdörfer, J., Hasselhorn, M., & Lindberg, S. (2013). Developmental changes in the association between approximate number representations and addition skills in elementary school children. Frontiers in Psychology, 4, 783. doi:10.3389/fpsyg.2013.00783