PIVOTAL
PIVOTAL

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Finanzierung

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Laufzeit

02/2018 – 12/2023

Projekt PIVOTAL

Vorhersagefähigkeit des menschlichen Gedächtnisses über die Lebensspanne hinweg

Ziel des Projekts PIVOTAL ist es herauszufinden, wie das Gehirn interne Modelle und Muster nutzt, um Vorhersagen zu bilden und wie diese Vorhersagen wiederum die Gedächtnisprozesse beeinflussen.

Die Theorie des „Predictive Coding“ (Vorhersage-Codierung) geht davon aus, dass das Gehirn durch interne Muster zukünftige Ereignisse voraussagt, die mit aktuellen Informationen abgeglichen werden. Die Theorie umfasst zwei grundlegende Fragen, die durch das Projekt PIVOTAL untersucht werden sollen:

  1. Welche Eigenschaften haben die internen kognitiven Muster, durch die Vorhersagen gebildet werden und wie werden diese von unseren aktuellen Erfahrungen beinflusst?
  2. Wie laufen diese Vorhersageprozesse innerhalb des menschlichen Gehirns, das durch z.B. Reifungs- und Alterungsprozesse im stetigen Wandel ist, ab?

 

Das Projekt PIVOTAL beinhaltet Elemente der neurokognitiven Forschung aus drei verschiedenen Bereichen:

  • dem „Predictive Coding“,
  • der Gedächtnissysteme und
  • der Entwicklung über die Lebensspanne.

 

Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) sollen in experimentellen Untersuchungen die kognitiven und neuronalen Mechanismen entschlüsselt werden, die Vorhersageprozessen zugrunde liegen. Diese basieren

  1. auf individuellen Erfahrungen (episodisches Gedächtnis) und
  2. bereits vorhandenem Wissen über die Welt (semantisches Gedächtnis).

Diese Mechanismen sollen an Kindern, jüngeren und älteren Erwachsenen untersucht werden, da diese sich in ihren neurokognitiven Strukturen unterscheiden.

 

Ausgewählte Publikationen

  • Brod, G., Lindenberger, U., & Shing, Y. L. (2017). Neural activation patterns during retrieval of schema-related memories: Differences and commonalities between children and adults. Developmental Science, 20:e12475, doi:10.1111/desc.12475.
  • Keresztes, A., Bender, A. R., Bodammer, N. C., Lindenberger, U., Shing, Y. L., & Werkle-Bergner, M. (2017). Hippocampal maturity promotes memory distinctiveness in childhood and adolescence. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 114, 9212–9217, doi:10.1073/pnas.1710654114.
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