FLINK
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Finanzierung

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Laufzeit

01/2022 – 12/2025

Projekt FLINK

Flüssig lesen lernen: Individuelle Förderung der Lesekompetenz

Im Projekt FLINK wird ein computerisiertes Leseflüssigkeitstraining untersucht. Kinder im mittleren und unteren Leistungsbereich des Lesens der 3. und 4. Jahrgangsstufe können im Rahmen von FLINK bis zu 54 Trainingseinheiten in einem Schuljahr bearbeiten. Das Training wird von einer regelmäßigen Lernverlaufsdiagnostik begleitet und kann weitestgehend selbstständig bearbeitet und im Gruppen-Setting angeboten werden.

Im Fokus des Projekts FLINK steht die Umsetzung eines digitalen Leseflüssigkeitstrainings für Kinder, die sich beim Lesen im mittleren und unteren Leistungsbereich befinden. In früheren Untersuchungen hat sich eine Methode als wirksam erwiesen, bei der das Lesematerial auf einem Computer-Bildschirm Buchstabe für Buchstabe in Leserichtung ausgeblendet wird (siehe Projekt LeA-Training). Mehrere Studien weisen darauf hin, dass das Ausblenden helfen kann, sich stärker auf das Lesen zu konzentrieren, die Lesegeschwindigkeit zu steigern und ein besseres Leseverständnis zu erreichen. 

FLINK richtet sich an Kinder im mittleren und unteren Leistungsbereich des Lesens aus den Klassenstufen 3 und 4. Die am Training teilnehmenden Kinder können bis zu 54 Trainingseinheiten innerhalb eines Schuljahres durchlaufen, in denen das computerbasierte Leseflüssigkeitsprogramm durchgeführt wird. Jede Trainingseinheit dauert ca. eine Schulstunde. Das Training soll nach Möglichkeit zweimal wöchentlich stattfinden. Im Rahmen von FLINK wird zusätzlich in regelmäßigen Abständen eine onlinebasierte Lernverlaufsdiagnostik durch quop durchgeführt, um die Lernfortschritte der teilnehmenden Kinder erfassen zu können. Für die Umsetzung des Trainingsprogramms werden Laptops/Computer bzw. Tablets sowie Kopfhörer benötigt, die seitens der teilnehmenden Schulen zur Verfügung gestellt werden. Das digitalisierte Trainingsprogramm kann von den Kindern weitestgehend selbstständig und auch in kleineren Gruppen bearbeitet werden.

Beteiligte Institutionen

hfp

Universität Münster, Arbeitseinheit Diagnostik und Evaluation im schulischen Kontext

Ausgewählte Publikationen

Korinth, S. P., & Nagler, T. (2021). Improving reading rates and comprehension? Benefits and limitations of the reading acceleration approach. Language and Linguistics Compass, 15(3), e12408. https://doi.org/10.1111/lnc3.12408

Nagler, T., Korinth, S. P., Linkersdörfer, J., Lonnemann, J., Rump, B., Hasselhorn, M., & Lindberg, S. (2015). Text-fading based training leads to transfer effects on children's sentence reading fluency. Frontiers in Psychology, 6:119. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2015.00119

Nagler, T., Zarić, J., Kachisi, F., Lindberg, S., & Ehm, J.-H. (2021). Reading-impaired children improve through text-fading training: Analyses of comprehension, orthographic knowledge, and RAN. Annals of Dyslexia, 71, 458–482. https://doi.org/10.1007/s11881-021-00229-x