ExFunKi
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Projekt ExFunKi

Exekutive Funktionen im Vorschulalter

Ziel des Projekts ExFunKi ist es, eine computerisierte Testbatterie zur Erfassung von exekutiven Funktionen im Alter von 3–5 Jahren aus dem amerikanischen zu adaptieren, zu normieren und zu validieren. Testbatterie und Normen sollen frei verfügbar sein.

Unter exekutiven Funktionen versteht man Kontrollprozesse, die nötig sind, um sich in neuen, ungewohnten Situationen adaptiv und zielgerichtet zu verhalten. Sie stellen eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Bewältigung verschiedener Entwicklungsaufgaben im Vorschulalter und Schulalter dar. Defizite in den exekutiven Funktionen können beispielsweise zu ADHS oder schlechten Schulleistungen führen.

Die Diagnostik der exekutiven Funktionen im Vorschulalter ist schwierig, da meist Verhaltensbeobachtungen eingesetzt werden, die aufwändig und nicht ausreichend valide sind. Eine Lösung wäre die Entwicklung einer computerisierten Testbatterie zur Erfassung der exekutiven Funktionen im Vorschulalter. Ziel des Projekts ExFunKi ist es, eine solche Batterie aus dem amerikanischen zu adaptieren, zu normieren und zu validieren.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen

  • der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr,
  • der Eberhard Karls Universität Tübingen,
  • der Universität Koblenz-Landau sowie
  • der Universität Leipzig.

 

Ausgewählte Publikationen

  • Gawrilow, C., Fäsche, A., Guderjahn, L., Gunzenhauser, C., Merkt, J., & von Suchodoletz, A. (2014). The impact of self-regulation on preschool mathematical achievement. Child Indicators Research, 7, 805–820.
  • Merkt, J., Siniatchkin, M. & Petermann, F. (2016). Neuropsychological measures in the diagnosis of ADHD in preschool: Can developmental research inform diagnostic practice? Journal of Attention Disorders. Advance online publication. doi:10.1177/1087054716629741
  • Karbach, J., Strobach, T., & Schubert, T. (2015). Adaptive working-memory training benefits reading, but not mathematics in middle childhood. Child Neuropsychology, 21, 285–301.