PuS-SeL
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Leitung

Team

Finanzierung

Laufzeit

04/2020 – 03/2026

Projekt PuS-SeL

Problemlösen und Strategien – Selbstregulation beim Lernen

Das Projekt PuS-SeL untersucht Komponenten, Einflussfaktoren und Ansätze zur Förderung von Selbstregulation beim Lernen von Grundschüler*innen. Dabei möchten wir herausfinden, wie sich Lernende in der kognitiven und motivationalen Selbstregulation unterscheiden, um insbesondere Schüler*innen, die Schwierigkeiten mit dem Lernen oder der Regulation haben, zu unterstützen.

Selbstregulation beschreibt die Fähigkeit sich selbstständig Ziele zu setzten, sich zu motivieren, an diesen zu arbeiten, geeignete Lernstrategien auszuwählen und zu nutzen und abschließend seinen Lernprozess zu reflektieren. Vor allem im schulischen Bereich und insbesondere beim eigenständigen Lernen zu Hause sind Schüler*innen auf die Nutzung von Selbstregulationsstrategien angewiesen. Insbesondere für Schüler*innen, die Schwierigkeiten haben beim Lernen oder mit ihrer Regulation, stellt das eigenständige Lernen eine große Herausforderung dar.

Das Projekt PuS-SeL beschäftigt sich daher mit den verschiedenen Komponenten der Selbstregulation beim Lernen von Grundschulkindern und Faktoren, die auf die Nutzung von Selbstregulationsstrategien Einfluss nehmen. Dabei untersuchen wir individuelle Einflussfaktoren auf Ebene der Schüler*innen, der Eltern und des Unterrichts. Aufbauend auf diese Erkenntnisse werden Ansätze zur gezielten Förderung von Selbstregulation in der Grundschule erforscht und besonders differentielle Effekte für Lernende mit Schwierigkeiten beim Lernen und Regulieren herausgearbeitet.

Das Forschungsprojekt umfasst dabei mehrere Teilstudien. Zunächst wird die Rolle individueller Voraussetzungen, wie z.B. Selbstwirksamkeit, kognitive und motivationale Prozesse, Wissen über Selbstregulationsstrategien, Schwierigkeiten beim Lernen und beim Regulieren, sowie kontextueller Faktoren, z.B. Förderung von Selbstregulation durch die Eltern und Lehrkräfte, für den Strategieeinsatz untersucht. In weiteren Studien soll mit Hilfe videobasierter Trainings und Instruktionsvideos getestet werden, wie Schülerinnen und Schüler in spielerischen Situationen den Einsatz von Selbstregulationsstrategien mithilfe von Modelllernen erlernen und ob sie dies auf schulische Lernsituationen transferieren. Um die Motivation der Schüler*innen zu fördern, das Verständnis aufgrund der Visualisierung zu verbessern, aber auch um ein sauberes experimentelles Interventionsdesign zu garantieren, führen wir die Intervention mithilfe von kindgerechten, animierten Erklärvideos durch. Dabei testen wir die Wirksamkeit der reinen Modellbeobachtung gegen implizite und explizite Strategieinstruktion und betrachten insbesondere differentielle Effekte für Schüler*innen mit Lern- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten.

Ausgewählte Publikationen

Dignath, C. & Veenman, M.J.V. (2020). The role of direct strategy instruction in promoting self-regulated learning - evidence from classroom observation studies. Educational Psychology Review.

Donker-Bergstra, A., De Boer, H., Kostos, D., Dignath, C. & van der Werf, G. (2014). Effectiveness of learning strategy instruction on academic performance: a meta-analysis. Educational Research Review, 11, 1-26.  

Dignath, C., Büttner, G. & Langfeldt, H.-P. (2008). How can primary school students acquire self-regulated learning most efficiently? A meta-analysis on interventions that aim at fostering self-regulation. Educational Research Review, 3, 101-129.