meRLe
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Projekt meRLe

Förderung der Deutsch-Lesekompetenz durch mehrsprachigkeitssensibles Reziprokes Lehren im Grundschulunterricht

Das Projekt meRLe untersucht die Förderung der Deutsch-Lesekompetenz durch mehrsprachigkeitssensibles Reziprokes Lehren im Grundschulunterricht.

Mit unserem Projekt meRLe möchten wir die Sprachenvielfalt von Schülerinnen und Schülern der vierten Klasse aufgreifen und in unser Förderprogramm zu Lern- und Lesestrategien integrieren. Lesen stellt eine Schlüsselqualifikation für gelungene Bildungsprozesse dar. Die im Projekt vermittelten Lese- und Lernstrategien helfen Kindern auch nach dem Übergang in die weiterführende Schule dem Unterricht besser zu folgen. Eine wissenschaftlich bewährte Methode, um diese Strategien zu erwerben, ist das Reziproke Lehren. In Kleingruppen können Schülerinnen und Schüler die Strategien gemeinsam erlernen und einüben. Das Besondere im Projekt meRLe ist, dass die Kinder alle Sprachen im Unterricht nutzen dürfen, die ihnen beim Erlernen und Anwenden dieser Strategien helfen. Somit wird eine kooperative Lernumgebung geschaffen, in der sowohl Deutsch als auch andere Sprachen willkommen sind. 

Das Projekt meRLe richtet sich an Grundschulen in NRW und Hessen. Die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer erhalten eine kostenlose und wissenschaftlich fundierte Fortbildung zum Förderprogramm sowie begleitende Unterrichtsmaterialien. Den Lehrerinnen und Lehrern werden Anregungen geboten, wie sie Kinder, die mehrere Sprachen mitbringen, in ihrer Deutsch-Lesekompetenz besser fördern können, ohne diese Sprachen selbst zu sprechen. Der Einsatz der Methode im Unterricht wird von uns wissenschaftlich begleitet. So können wir mehr darüber erfahren, unter welchen Bedingungen die Methode besonders wirksam ist.

Kooperationspartner

Bergische Universität Wuppertal

Ausgewählte Publikationen

  • Schastak, M., Reitenbach, V., Rauch, D. & Decristan, J. (2017). Türkisch-deutsch bilinguale Interaktion beim Peer-Learning in der Grundschule: Selbstberichtete Gründe für die Annahme oder Ablehnung bilingualer Interaktionsangebote. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 20, 213–23.
  • Kempert, S., Edele, A., Rauch, D., Wolf, K., M., Paetsch, J., Darsow, A., Maluch, J. & Stanat, P. (2016). Die Rolle der Sprache bei der Entstehung, Aufrechterhaltung und Kompensation ethnischer Bildungsungleichheiten. In. C. Diehl, C., Hunkler, C. Kristen (Hrsg.) Ethnische Ungleichheiten im Bildungsverlauf: Mechanismen, Befunde, Debatten, Teil II; Mechanismen der Entstehung und Reproduktion ethnischer Bildungsungleichheiten: Ziele, Ressourcen und Opportunitäten, (pp.157–241). Berlin: Springer.