meRLe
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Laufzeit

10/2017 – 12/2021

Projekt meRLe

Förderung der Deutsch-Lesekompetenz durch mehrsprachigkeitssensibles Reziprokes Lehren im Grundschulunterricht

Das Projekt meRLe untersuchte die Förderung der Deutsch-Lesekompetenz durch mehrsprachigkeitssensibles Reziprokes Lehren im Grundschulunterricht.

Mit dem Projekt meRLe wurde die Sprachenvielfalt von Schüler*innen der vierten Klasse aufgegriffen und in das Förderprogramm zu Lern- und Lesestrategien integriert. Lesen stellt eine Schlüsselqualifikation für gelungene Bildungsprozesse dar. Die im Projekt vermittelten Lese- und Lernstrategien helfen Kindern auch nach dem Übergang in die weiterführende Schule dem Unterricht besser zu folgen. Eine wissenschaftlich bewährte Methode, um diese Strategien zu erwerben, ist das Reziproke Lehren. In Kleingruppen können Schüler*innen die Strategien gemeinsam erlernen und einüben. Das Besondere im Projekt meRLe war, dass die Kinder alle Sprachen im Unterricht nutzen durften, die ihnen beim Erlernen und Anwenden dieser Strategien helfen. Somit wurde eine kooperative Lernumgebung geschaffen, in der sowohl Deutsch als auch andere Sprachen willkommen waren. 

Das Projekt meRLe richtete sich an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die teilnehmenden Lehrkräfte erhielten eine kostenlose und wissenschaftlich fundierte Fortbildung zum Förderprogramm sowie begleitende Unterrichtsmaterialien. Den Lehrkräfte wurden Anregungen geboten, wie sie Kinder, die mehrere Sprachen mitbringen, in ihrer Deutsch-Lesekompetenz besser fördern können, ohne diese Sprachen selbst zu sprechen. Der Einsatz der Methode im Unterricht wurde von uns wissenschaftlich begleitet. So konnzen wir mehr darüber erfahren, unter welchen Bedingungen die Methode besonders wirksam ist.

In Kooperation mit

Bergische Universität Wuppertal

Ausgewählte Publikationen

Schastak, M., Reitenbach, V., Rauch, D. & Decristan, J. (2017). Türkisch-deutsch bilinguale Interaktion beim Peer-Learning in der Grundschule: Selbstberichtete Gründe für die Annahme oder Ablehnung bilingualer Interaktionsangebote. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 20, 213–23

Kempert, S., Edele, A., Rauch, D., Wolf, K., M., Paetsch, J., Darsow, A., Maluch, J. & Stanat, P. (2016). Die Rolle der Sprache bei der Entstehung, Aufrechterhaltung und Kompensation ethnischer Bildungsungleichheiten. In. C. Diehl, C., Hunkler, C. Kristen (Hrsg.) Ethnische Ungleichheiten im Bildungsverlauf: Mechanismen, Befunde, Debatten, Teil II; Mechanismen der Entstehung und Reproduktion ethnischer Bildungsungleichheiten: Ziele, Ressourcen und Opportunitäten, (pp.157–241). Berlin: Springer