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DeSign – Dynamiken schülerseitiger Selbstregulation und Zusammenhänge mit erlebter Unterrichtsqualität

Selbstregulation bezeichnet die Fähigkeit eines Einzelnen, die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen so zu steuern, dass sie die Verfolgung langfristiger Ziele unterstützen. Eigenschaften von Situationen beeinflussen diese Fähigkeit und können dadurch die Selbstregulation unterstützen oder erschweren. Das Projekt DeSign untersucht das Zusammenspiel zwischen der während einer Unterrichtsstunde wahrgenommenen Unterrichtsqualität und der Veränderung der Selbstregulation innerhalb von Schüler*innen.

Einigen Schüler*innen fällt es leicht, aufzupassen und die Klassenzimmerregeln zu befolgen. Andere haben jedoch Schwierigkeiten, dies zu tun. Diese beiden Arten von Schüler*innen unterscheiden sich in ihrer Selbstregulation.

Selbstregulation bezeichnet die Fähigkeit eines Einzelnen, seine Gedanken, Gefühle und Handlungen so zu kontrollieren, dass sie die Verfolgung langfristiger, beispielsweise schulischer, Ziele unterstützen. Studien zeigten in der Vergangenheit immer wieder, dass Unterschiede in der Selbstregulation zwischen Schüler*innen Unterschiede in ihren akademischen Leistungen erklären. Sie unterstrichen damit die Bedeutsamkeit der Selbstregulation im Schulkontext. Darüber hinaus wird angenommen, dass die Selbstregulation innerhalb von Schüler*innen über die Zeit und als Antwort auf aktuell erlebte Situationen schwankt. Im Schulkontext ist bislang allerdings unklar, wie sich die Selbstregulation innerhalb von Schüler*innen als Antwort auf die während einer Unterrichtsstunde wahrgenommene Unterrichtsqualität verändert.

Das Projekt DeSign untersucht daher das Zusammenspiel zwischen der während einer Unterrichtsstunde wahrgenommenen Unterrichtsqualität und der Veränderung der Selbstregulation innerhalb von Schüler*innen. Dabei berücksichtigt es zusätzlich Unterschiede in der Selbstregulation zwischen Schüler*innen. Damit versucht das Projekt zur Beantwortung der Frage bei, was guten Unterricht aus der Perspektive einzelner Schüler*innen ausmacht, beizutragen.

Projektleitung:

Dr. Friederike Blume

Ausgewählte Publikation:

Blume, F., Göllner, R., Moeller, K., Dresler, T., Ehlis, A.-C., & Gawrilow, C. (2019). Do students learn better when seated close to the teacher? A virtual classroom study considering individual levels of inattention and hyperactivity-impulsivity. Learning and Instruction, 61, 138–147.
https://doi.org/https://doi.org/10.1016/j.learninstruc.2018.10.004