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Äuglein – Augenbewegungsmessungen im schulischen Leselernprozess zur begleitenden Verlaufskontrolle, Diagnostik und Intervention

Lautes Lesen gestattet eine unmittelbare Beobachtung des Leseprozesses (z.B. Lesefluss, Fehler, Wiederholungen, Auslassungen) und somit eine zeitnahe Intervention bei auftretenden Schwierigkeiten. Dies ist beim leisen Lesen erst mit Hilfe von Augenbewegungsmessungen (Eye-Tracking) möglich. Das Projekt „Äuglein“ möchte Eye-Tracking als Methode in Schulen etablieren, die Lehrern, Eltern und Kindern einen detaillierten Einblick in individuelles Leseverhalten gewährt.

Äuglein_Logo

Augenbewegungsmessungen (= Eye-Tracking) ermöglichen eine Beobachtung des Leseprozesses, selbst nachdem Schüler*innen den Übergang vom lauten zum überwiegend leisen Lesen abgeschlossen haben. Einzelne Eye-Tracking-Parameter (z.B. Fixationsdauern, Rücksprünge oder Wortauslassungen) erlauben Rückschlüsse über den Einfluss von kognitiven Unterprozessen, welche Unterschiede in der Leseperformanz erklären können. Die durch Eye-Tracking erfassten Daten erlauben Lehrern, Eltern und Schüler*innen, Schwächen oder Defizite aufzudecken und somit gezielt und zeitnah gegenzusteuern.

Das langfristige Ziel des Projektes „Äuglein“ ist es, Eye-Tracking in kooperierenden Schulen als Methode zur Kontrolle, Diagnostik und Intervention während des Schriftspracherwerbs zu etablieren.

 

Projektleitung

Dr. Sebastian Korinth

Laufzeit

07/2019 – 05/2020

Ausgewählte Publikationen

Korinth, S. P., & Fiebach, C. J. (2018). Improving silent reading performance through feedback on eye movements: A feasibility study. Scientific Studies of Reading, 22(4), 289–307