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Studie von Professor Dr. Garvin Brod zur Nutzung von Quizelementen beim Lehren

Die Studie zeigt, dass Menschen abgefragtes Wissen besser verinnerlichen, wenn sie vorab Vermutungen für die richtige Antwort gestellt haben – vor allem dann, wenn sie mit ihren Vermutungen falsch lagen.

Professor Dr. Garvin Brod hat mit seinem Kollegen Professor Dr. Marcus Hasselhorn vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) sowie Professorin Dr. Silvia A. Bunge von der University of California, Berkeley, untersucht, wie Vorab-Einschätzungen beim Lernen helfen.

Der Lerneffekt bei den Studienteilnehmenden war am größten, wenn zunächst falsche Vermutungen für die richtigen Antworten geäußert wurden. Die Forscherin und die Forscher vermuteten, dass falsche Vorhersagen Überraschung auslösen und dass diese der Grund für den größeren Lerneffekt sein könnte. Mithilfe einer Eye-Tracking-Kamera zeichneten sie auf, wie sich die Augen während der Testreihen veränderten.

Die Ergebnisse legen nahe, dass die Hypothese tatsächlich stimmt und das Überraschungsmoment für den größeren Lernerfolg verantwortlich ist. Folge-Studien zur weiteren Untersuchung der Zusammenhänge sind in Planung.

 

Fachartikel zu der Studie (Online-First-Fassung)
Brod, G., Hasselhorn, M. & Bunge S. A. (2018). When generating a prediction boosts learning: The element of surprise. Learning and Instruction, 55, 22–31. doi: 10.1016/j.learninstruc.2018.01.013 

 

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