Projekt PaSS

Thematischer Hintergrund

In den letzten Jahren mehren sich die Berichte von ErzieherInnen, LehrerInnen sowie Eltern über eine Zunahme von aggressiven Handlungen und hyperaktiven Verhaltensweisen von Kindern in Kindergärten und Schulen. Ziel moderner Bildungspläne ist aus diesem Grund die Verringerung bzw. Vorbeugung der genannten Verhaltensauffälligkeiten sowie der Aufbau sozialer Kompetenzen. Zur Erreichung dieser Bildungsziele wurden in den vergangenen Jahren diverse Programme routinemäßig in den Bildungsalltag in Kindergärten und Schulen integriert. Eines dieser Programme ist "Faustlos". Ursprünglich entwickelt als Programm zur Prävention von aggressivem und gewalttätigem Verhalten, ist mittlerweile auch die Vermittlung sozialer und emotionaler Kompetenzen in den Mittelpunkt des Programms gerückt.

Ziele unserer Studie

Im Rahmen unserer Studie mit dem Titel PaSS wollen wir herausfinden, welchen subjektiven Nutzen Kinder in Bezug auf das Faustlos-Programm erleben und ob es zwischen Kindern mit unterschiedlich starken Auspraegungen der Nutzenerlebensvariablen Unterschiede in den sozialen Kompetenzen gibt. Des Weiteren wird analysiert, ob es Unterschiede in der subjektiven Nutzenwahrnehmung des Programms in Abhängigkeit von bestimmten Überzeugungen und Ansichten der Kinder gibt.

Ablauf der Studie

Die von uns geplante Studie wird in einem längsschnittlichen Design mit 3 Messzeitpunkten über einen Zeitraum von 1,5 Jahren mit einer Gruppe von ca. 120 Grundschulkindern in einem Versuchs-/Kontrollgruppendesign realisiert. Im Detail geht es uns um Einstellungen und Überzeugungen, die im Zusammenhang mit aggressivem Verhalten stehen, sowie Problemlösestrategien und soziale Kompetenzen von Kindern. Einen hohen Stellenwert nehmen im Rahmen unserer Erhebung elterliche Berichte über das Verhalten ihrer Kinder und kindliche Erfahrungen mit dem Präventionsprogramm "Faustlos" ein.
Während der Datenerhebungsphasen besuchen wir die Kinder in der Schule. Dabei werden Fragebögen und mündliche Befragungsmethoden eingesetzt. Die erste Erhebungsphase hat im Februar 2009 stattgefunden. Darüber hinaus ist geplant zu zwei weiteren Zeitpunkten, die etwa 4 Monate sowie ein Jahr nach der ersten Befragung liegen werden, eine nochmalige Datenerhebung durchzuführen, um beurteilen zu können, wie sich die Kinder im Laufe der Zeit verändern. Diese Befragungen sind für die Zeiträume Mai/Juni 2009 sowie Mai/Juni 2010 geplant.

Meilensteine

Datenerhebung

Bislang wurde der Kontakt zu Schulen und Familien aufgebaut. Nun freuen wir uns, dass wir die 1. und 2. Erhebungswelle erfolgreich umsetzen konnten. Momentan sind wir dabei die Datenauswertung durchzufuehren.

Fortbildung/Kontaktpflege/nationale und internationale Sichtbarkeit

Einen weiteren zentralen Aspekt unserer Arbeit für das Jahr 2009 wird die Pflege der Kontakte mit Schulen und Familien darstellen. Außerdem streben wir für Ende des Jahres 2009 an, die Faustlos-Expertenrunde mit Wissenschaftlern und Lehrerkräften in die Praxis umzusetzen. Weiterhin sind diverse Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen für die uns unterstützenden Lehrkräfte geplant.

Projektverantwortliche

Prof. Dr. Michael Fingerle, Dipl.-Psych.
Dr. Mandy Grumm, Dipl.-Psych.

Mitarbeit

Sascha Hein, Dipl.-Päd.

Ansprechperson

Dr. Mandy Grumm, Dipl.-Psych.

Kontaktadresse

pass@idea-frankfurt.eu

 


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