Projekt MEMO
Das Projekt MEMO
Neben den spezifischen Fertigkeiten in einzelnen schulischen Anforderungen (wie dem Rechnen und Schreiben) tragen Gedächtnisstrategien zusätzlich dazu bei, Wissen zu erwerben, zu speichern und verschiedenste Aufgaben zu lösen. Das Projekt MEMO beschäftigt sich mit der Entwicklung von sprachbasierten Gedächtnisstrategien bei Kindern mit Schwierigkeiten in den Bereichen des Lesens/ Schreibens und Rechnens. Im Projekt MEMO wird die Beantwortung der Frage angestrebt, ob Probleme in sprachorientierten schulischen Bereichen, wie dem Lesen und Schreiben, oder auch dem Rechnen, mit Beeinträchtigungen in grundlegenden strategischen Fertigkeiten einhergehen, oder ob sie von diesen unabhängig sind. Es wird untersucht ob die Entwicklung von Gedächtnisstrategien bei Kindern mit einer Lese-Rechtschreibschwäche oder Rechenschwäche mit der Entwicklung dieser Strategien bei unbeeinträchtigten Kindern vergleichbar ist oder ob sie von ihr abweicht.
Strategien, die das sprachliche Wiederholen von Inhalten umfassen, finden sich in verschiedenen Formen: Gibt man Kindern beispielsweise eine Liste von Wörtern nacheinander vor (bspw.: Baum, Schuh, Topf, Katze, …), und fordert sie auf diese zu lernen, so lässt sich beobachten, dass manche Kinder einzelne Wörter mehrfach wiederholen, andere Kinder diese Wörter einfach benennen und wieder andere Kinder ganze Gruppen von Wörter wiederholen. In unserer Untersuchung wollen wir beobachten, in welchem Alter Kinder diese verschiedenen Arten von Wiederholstrategien verwenden und wann Veränderung im strategischen Verhalten stattfinden. Darüber hinaus interessiert uns, welche Strategien den Kindern zu welcher Altersstufe den größten Nutzen bringen.
Über mehrere Jahre hinweg wollen wir das strategische Verhalten von Kindern mit Problemen in Bereichen des Lesens/ Schreibens und Rechnens mit Kindern ohne schulische Auffälligkeiten vergleichen. Dies erscheint uns besonders wichtig dafür, Strategien zu identifizieren, die Kindern mit Defiziten in bestimmten schulischen Bereichen helfen können diese Defizite aufzufangen oder zumindest durch den Einsatz von Strategien abzufedern.
Projektverantwortliche
Prof. Dr. Marcus Hasselhorn
Dr. Martin Lehmann
Mitarbeit
Nadine Malstädt
Kontaktadresse