MEMO
MEMO

Leitung

Team

  • Dr. Nadine Malstädt

Finanzierung

Laufzeit

01/2009 - 06/2014

Projekt MEMO

Der Einfluss des Arbeitsgedächtnisses auf die Entwicklung der Gedächtnisstrategie Rehearsal bei Kindern mit Lese-Rechtschreibschwäche

Das Projekt MEMO betrachtete die Entwicklung verbaler Gedächtnisstrategien bei Kindern mit und ohne Entwicklungsstörungen in den Bereichen des Lesens, Schreibens und Rechnens.

Neben den Fertigkeiten in einzelnen schulischen Anforderungen tragen Gedächtnisstrategien zusätzlich dazu bei, Wissen zu erwerben, zu speichern und verschiedenste Aufgaben zu lösen. Das Projekt MEMO beschäftigte sich mit der Entwicklung von sprachbasierten Gedächtnisstrategien bei Kindern mit Entwicklungsstörungen in den Bereichen des Lesens, Schreibens und Rechnens. In einer Vielzahl von Studien konnte gezeigt werden, dass es Fortschritte in der Entwicklung des kompetenten Strategiegebrauchs von der Vorschulzeit zur Grundschulzeit und darüber hinaus gibt. Es wird jedoch auch von einem engen Zusammenhang zwischen einer eingeschränkten Lern-Leistungsfähigkeit und dem Einsatz von Gedächtnisstrategien berichtet: Kinder mit Lernschwächen scheinen weniger effizient in der Nutzung von Strategien zu sein. Im Projekt MEMO wurde die Beantwortung der Frage angestrebt, ob Probleme in sprachorientierten schulischen Bereichen, wie dem Lesen und Schreiben, oder auch dem Rechnen, mit Beeinträchtigungen in grundlegenden strategischen Fertigkeiten einhergehen, oder ob sie von diesen unabhängig sind. Es wurde untersucht, ob Kinder mit einer Lese-Rechtschreibstörung oder Rechenstörung von sprachbasierten Gedächtnisstrategien im gleichen Ausmaß profitieren können wie ihre gleichaltrigen KlassenkameradInnen. Schließlich wurde der Frage nachgegangen, welchen Einfluss das Arbeitsgedächtnis auf die Entwicklung der sprachbasierten Gedächtnisstrategien hat.

Ausgewählte Publikationen

Lehmann, M., & Hasselhorn, M. (2009). Entwicklung von Lernstrategien im Grundschulalter. In F. Hellmich, & S. Wernke (Eds.), Lernstrategien im Grundschulalter. Konzepte, Befunde und praktische Implikationen (pp. 25-41). Stuttgart: Kohlhammer.

Lehmann, M., & Hasselhorn, M. (2010). The dynamics of free recall and their relation to rehearsal between 8 and 10 years of age. Child Development, 81, 1006-1020.doi:10.1111/j.1467-8624.2010.01448.x

Malstädt, N., Hasselhorn, M., & Lehmann, M. (2012). Free recall behaviour in children with and without spelling impairment: The impact of working memory subcapacities. Dyslexia, 18, 187-198. doi:10.1002/dys.1446