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Lesen optimieren

Ein Beitrag über die IDeA-Projekte LeA-Training und LexPro auf dem Portal "Lesen in Deutschland". Beide Projekte erforschen computergestützte Interventionen, die die Leseflüssigkeit steigern.

Unter Leitung von Telse Nagler und Sven Lindberg führte das Projekt LeA-Training ein Trainingsprogramm durch, in dem der am Computer dargebotene Text Buchstabe für Buchstabe in Leserichtung ausgeblendet wurde. Basis für die Ausblendgeschwindigkeit war die zuvor ermittelte individuelle Leseleistung der Kinder der dritten Klassenstufe, die acht Trainingssitzungen durchliefen. Deren Leseleistungen erfassten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem standardisierten Lesetest vor und nach dem Training. Die Trainingsgruppe wurde aufgeteilt: Ein Teil der Kinder bekam Texte unter Zeitdruck – mit Manipulation – präsentiert, der andere in eigener Leseroutine – ohne Manipulation. Nach dem Training zeigte sich, dass sich die Gruppe mit Manipulation signifikant in Bezug auf die Leseleistung auf Wort- und Satzebene verbessert hatte. Bei den anderen Kindern kam es dagegen zu keinen Leistungsveränderungen.

In einer weiteren Studie (LexPro) von Irit Bar-Kochva wurde untersucht, wie effektiv verschiedene Methoden für das Ausblenden von Text sind. Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern lasen Textmaterial entweder mit oder ohne Zeitdruck durch die Ausblende-Manipulation. Die Manipulation erfolgte in drei verschiedenen Varianten: Es wurden einzelne Buchstaben, ganze Wörter und Wortteile des Textes ausgeblendet. Im Ergebnis zeigte sich, dass der Zeitdruck die Leseflüssigkeit verbessert hatte. Dies galt sowohl für Kinder mit als auch ohne Leseschwierigkeiten. Das Leseverständnis blieb während der Untersuchung in beiden Gruppen konstant.

Zum gesamten Beitrag auf dem Portal "Lesen in Deutschland"