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Kooperation gestartet

Wie kann man mit zeitgemäßer Technik mehr über die verschiedenen Lernvoraussetzungen von Kindern erfahren und ihnen eine gezielte Förderung bieten? Diesen Fragen geht das DIPF im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit der Jacobs Foundation nach. Zentrale Elemente der Kooperation sind ein neues Forschungsprojekt und eine Qualifikationsprofessur.

Inklusion, Begabtenförderung, Integration zugewanderter Kinder: Aus verschiedenen Gründen steigen die Anforderungen an Kitas und Schulen, gezielt auf die vielen unterschiedlichen Lernbedürfnisse von Kindern einzugehen. Hier setzt eine neue strategische Partnerschaft des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und der Jacobs Foundation an. „Mit Unterstützung der Jacobs Foundation erforschen wir mit neuen technischen Möglichkeiten die individuellen Lernvoraussetzungen von Kindern, um besser zu verstehen, wie man sie passgenau fördern kann“, beschreibt Professor Dr. Marcus Hasselhorn, der geschäftsführende Direktor des DIPF, die Zielsetzung.

„Die Jacobs Foundation konzentriert sich auf ein großes Thema: die Wissenschaft des Lernens. Uns interessieren die Grenzen und Möglichkeiten individualisierten Lernens. Daher wollen wir erfahren, welche Voraussetzungen dem Erlernen von Fähigkeiten und der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zugrunde liegen und welche Folgen sich daraus für Lernumgebungen, Institutionen und Technologien ergeben“, sagt Simon Sommer, Leiter Forschung der Jacobs Foundation.

Ein zentraler Bestandteil der Partnerschaft ist das Forschungsprojekt „Understanding and Improving Daily Cognitive and Affective Within-Child Dynamics in the School Context“ (UPWIND), das auch am IDeA-Zentrum verortet ist. „Wir untersuchen, welchen Einfluss Faktoren wie Schlaf, Stress oder Bewegung auf die kognitive Leistung und das emotionale Wohlbefinden von Kindern haben“, so Projektleiter Professor Dr. Florian Schmiedek vom DIPF. Um diese im Lauf eines Tages schwankenden Eindrücke, Verhaltensweisen, Emotionen und Leistungen erfassen zu können, nutzen die Forschenden des Instituts die Methode des „Ambulatory Assessment“. Dabei erledigen Kinder im Schulalltag auf dem Smartphone Aufgaben und beantworten Fragen in spielerischer Art und Weise. Das UPWIND-Projektteam prüft anschließend, ob sich mit den so gewonnenen Informationen individuelle Fördermaßnahmen entwickeln lassen.

Zur Pressemitteilung des DIPF